Anders Sein – Anders Denken – Andere Wege gehen: Tinnitus

Weit über sechs Millionen Bundesbürger leiden unter Tinnitus

Es fiept, es rauscht, es pfeift: Ohrengeräusche können den letzten Nerv rauben. Viele Jahren kaum ernst genommen, haben sich diese Ohr Geräusche zwischenzeitlich zu einer wahren Epidemie gesteigert. Weit über sechs Millionen Bundesbürger leiden und verzweifeln nicht selten daran. Wenn ein Symptom solche Ausmaße in einer Gesellschaft annimmt, kann es nur mit den Lebensstrukturen in dieser Gesellschaft eng zusammenhängen. Mit den über sechs Millionen Tinnitus Betroffenen haben wir eine riesige noch immer schnell wachsende Gruppe von Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als innere Ruhe. Sie sind lärmgestört in einem Ausmaß, daß sie irritiert, ihre Lebensfreude massiv einschränkt, wenn nicht gar völlig blockiert und sie teilweise geradezu behindert.

Wie komme ich auf die Idee einen kleinen Impuls zum Thema "Anders Sein - Anders Denken - Andere Weg gehen: Tinnitus …" zu schreiben. Vor ein paar Jahren wurde ich über das Erlebnis mit einer ganz nahen Freundin von mir, zum ersten Mal mit der Thematik Tinnitus konfrontiert. Es war furchtbar für sie, da Mutter einer kleinen Tochter und im Außendienst tätig.  Der Tinnitus wurde so stark, dass sie ihre berufliche Tätigkeit herunter fahren musste. Sie fing an viel weniger zu arbeiteten.  Dennoch wurde der innere Druck stärker und der Tinnitus noch quälender. Darauf hin erbat sie sich einen Urlaub. Es wurde zugestimmt, unter der Voraussetzung, dass sie eine Kollegin einzuarbeiten hatte. Sie stimmte freudig zu. Obwohl sie eine Erleichterung und Freude verspürte, verstärkte sich das Druckgefühl und der Tinnitus wurde fast unerträglich. Die Einarbeitung der Kollegin wurde unterbrochen, denn sie erlitt ohne Vorankündigung einen klassischen Burn Out. Sie erhielt ihre Auszeit nun mit Zwang.

Die Frage stellte sich mir, hat es denn überhaupt soweit kommen müssen? Ich begann mich mit dem Thema Burn Out und Tinnitus zu beschäftigen und lernte so weitere unterschiedliche Schicksale und Symptomatiken kennen. Egal welchen Alters.

Bei einem neuen und sehr aktuellen Fall, konnte ich plötzlich ganz drastisch die dahinter liegende Symptomatik wahrnehmen. Ich war erstaunt und wollte meiner Wahrnehmung keinen Glauben schenken. So fing ich an anders zu denken und andere Wege auf meinem Pfad der Recherchen und im Austausch mit den Betroffenen zu gehen. Und siehe da, plötzlich erhielt ich mehrere Hinweise zu Lösungen bis hin zu Heilungen.

Ebenso erfuhr ich von Menschen, die ihren eigenen Weg mit ihrem Tinnitus gefunden haben. Alle hatten sie eines gemeinsam, sie lernten anders zu sein und integrierten die Geräusche in ihre Wahrnehmung und in  ihren täglichen Alltag. Sie gingen einen anderen Weg und so kamen sie auf ihre Spur zur inneren Wahrnehmung, Stimme, Intuition, Veränderung, Entspannung, andere Ernährung, Vitamine,  u.v.m. Es war faszinierend zu sehen, zu hören und zu lesen, welche Wege sich zu diesem Thema außerhalb der allgemeinen Medizin öffnen können. Ich bin begeistert und ganz klar, dass ich dann auch auf das Buch "Krankheit als Sprache der Seele", von Rüdiger Dahlke gestoßen bin. 

Unterstehend nun ein Ausschnitt aus einem seiner Vorträgen sowie aus seinem Buch „Krankheit als Sprache der Seele“ Be-Deutung und Chance der Krankheitsbilder , welches ich als Inspiration und Impulsgeber sehr gerne weiter empfehle.

Das Wort Tinnitus kommt vom Lateinischen „tinnire“ und bedeutet „klingeln“

Klingelgeräusche aber wollen uns etwas sagen, die Fahrradklingel warnt die anderen Verkehrsteilnehmer, die Hausklingel signalisiert nahenden Besuch. Andere Patienten leiden unter lautem Pfeifen, das ja auch ein deutliches Warnzeichen ist und wieder andere stört ein inneres Heulen und Schwirren, beides unmißverständliche Zeichen nahender Gefahr. Ob es rauscht, braust, klirrt oder klopft, oder die Alarmglocken Sturm läuten oder die Sirenen heulen, der Aufforderungscharakter ist unüberhörbar: die Geräusche sagen: Nimm dich in Acht, es droht Gefahr.

Solche Warnsignale sind auch in der äußeren Welt weniger harmonisch als laut und erschreckend. Eine Sirene soll nicht gefallen, sondern warnen. In der äußeren Welt würde man sie allerdings, nachdem sie ihren Zweck erfüllt hat, wieder abstellen. Ähnlich können wir uns die Situation der Tinnitus Betroffenen vorstellen. Er stellt seine innere Warnsirene nicht wieder ab. So leidet er unter dem störenden Geräusch, ja es mag ihn zur Verzweiflung treiben. Die einzige wirkliche Chance, das Geräusch wieder loszuwerden, wäre auf die Botschaft zu hören und diese umzusetzen.

Wir alle kennen es, mitunter haben wir auch eine innere sehr unangenehme Stimme oder Wahrnehmung. Ein ganz dumpfes Bauchgefühl, welches unter Umständen sehr stark werden kann. Genau diese unangenehme innere Stimme gilt es als wahr, wichtig und ernst zu nehmen. Von Betroffenen weiß ich, dass sie genau die Wahrnehmungen oder auch eine innere Stimme haben und diese nicht wahrhaben wollten.

Nach der Auffassung von Rüdiger Dahlke und anderen Experten auf diesem Gebiet sowie Leidtragenden, neigt unser Körper nicht zu sinnlosen Reaktionen. Er bietet Möglichkeiten für erweiterte Lebens- und Lernerfahrungen.

Natürlich müssen diese unangenehm sein, denn sonst würden wir uns von unserem Körper gar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Tinnitus jedenfalls schreckt seine Besitzer aus ihrer trügerischen Ruhe.

Rüdiger Dahlke: Innere Ruhe ergibt sich erst, wenn für äußere Ruhe gesorgt ist

Ist die Ruhe in der eigenen Mitte einmal gefestigt, kann sie auch im Trubel der äußeren Welt allen möglichen Disharmonien gegenüber bewahrt bleiben.

In der äußeren Hektik läßt sie sich aber nur sehr schwer verwirklichen. Der Tinnitus sagt seinem Besitzer zuerst einmal, daß die Disharmonie, der Missklang in ihm selbst ist. So gilt es auf ihn zu hören und seine Botschaft wichtig zu nehmen. Ist die eigentliche Quelle der Disharmonie, deren Ausdruck und nicht deren Ursache das Geräusch ist, entdeckt, ist es im wahrsten Sinne des Wortes notwendig, hier für Abhilfe zu sorgen. Der Versuch den Missklang zu unterdrücken, indem man sich davon abzulenken oder ihn zu ignorieren versucht, ist zumeist zum Scheitern verurteilt.

Eine gute Warnsirene ist so penetrant, daß man sie nicht ignorieren kann. Sie dafür zu hassen, daß sie ihren Zweck erfüllt, ist ziemlich dumm.

Beim Hörsturz ist der Zusammenhang mit Hektik und (Streß)Überlastung ebenfalls gesichert. Man könnte den Hörsturz als eine logische Vorstufe des Tinnitus betrachten, nimmt er doch mit einem Schlag das Hören einer Seite ganz weg. Wenn aber das Hören auf äußere Signale aufhört, lauschen die Betroffenen automatisch mehr nach innen. Das Horchen auf innere Signale kann eine Beziehung zur eigenen inneren Stimme aufbauen, der es zu folgen gilt.

Nur wenn wir nach innen horchen, können wir Kontakt zur inneren Stimme aufnehmen, und nur wenn wir diesen Kontakt haben und der inneren Stimme folgen, haben wir Chancen, unseren Lebensweg zu finden. In unserem Inneren finden wir Antworten und Hinweise, wie wir Disharmonien bewältigen können.

Meine Beobachtung: Ein Tinnitus verursacht heftige Schwerhörigkeit bis zu zeitweise „Ich höre gar nichts mehr“. So wird die Aufmerksamkeit beim Betroffenen extrem nach innen gelenkt. Der ganze Körper des Betroffenen signalisiert , bleibe weg, ich will meine Ruhe. Der Betroffene selbst nahm nur wahr, dass er gar nichts mehr hörte, da die innere Geräusche extrem laut wurden. Der Betroffene spürte nicht sein Bedürfnis nach Ruhe und Abgrenzung. Es war hart mit anzusehen, welch ein Kampf begann. Äußere übersteigerte Aktivität und keine bewußte Wahrnehmung mehr zur Umgebung bis zur körperlichen Erschöpfung. Keine Annahme von Unterstützung usw. Druck und Eskalationen sind so vorprogrammiert.

Rüdiger Dahlke: Ein Tinnitus, zum Beispiel nach einem Hörsturz, macht natürlich auch deutlich, daß das Problem noch nicht gelöst ist, sondern im Gegenteil nach innen verlagert wurde.

Ohrentzündungen als Auslöser von Tinnitus zeigen wie alle Entzündungen einen Konflikt, in diesem Fall um den Bereich des Horchens und Gehorchens, der bei allen Ohrproblemen mitschwingt.

Das ist auch der Grund, warum Kinder ihre Mittelohrentzündungen gerade in jener Zeit haben, wo es darum geht, gehorchen zu lernen.

Die sprachliche Nähe zwischen hören, horchen und gehorchen weist auf einen tieferen Zusammenhang hin

Als Fazit könnten wir Tinnitus als Karikatur der inneren Stimme bezeichnen. Wenn dem so ist, wäre es naheliegend, dieser freiwillig zuzuhören, denn dann bräuchte man sich nicht so anschreien zu lassen.

Wen seine Ohrgeräusche wütend machen, der könnte sich bewußt um seine Aggressionen kümmern und ihnen sinnvollere Ventile schaffen.

Wichtig wäre auch, sich unbewältigten verinnerlichten Streß draußen wieder bewußt zu machen, um ihm dort zu begegnen. Es ist offenbar besser und gesünder, sich im Außen zur Wehr zu setzen als alles (Innen) mit sich alleine auszumachen. Das bewußte Bedürfnis nach Stille kann nur befriedigt werden, wenn der innere Lärm wieder nach draußen gebracht wird.

Der Betroffene kann so lernen, seine eigenen Standpunkten eigenverantwortlich zu vertreten. Das Wichtigste aber ist, der inneren Stimme Gehör zu schenken. Zu lernen, auf sich selbst verlassen zu können. Zu spüren, dass der eigene eingeschlagene Weg genau der richtige ist.

Ein Impuls von einem Betroffenem: … begann ich zu begreifen, daß ich damit leben muß. Und diese Erkenntnis war der erste Schritt zur Verbesserung. Ich begann das Geräusch (Piepen) nach und nach zu akzeptieren, verlor die Angst vor ihm und versuchte mir eine positive Einstellung zu dem Geräusch aufzubauen ("das Geräusch ist nicht Dein Feind", "es will Dir nichts Böses" "es sagt Dir nur mach langsam" ...). Und es wurde besser und besser. Heute habe ich das Geräusch immer noch (permanent), aber es stört mich nur noch ganz selten.

Hast Du auch positive Erfahrungen mit Deinem Tinnitus sammeln können? Kannst auch Du wertvolle Tipps oder Literaturempfehlungen weitergeben? Ich und ganz bestimmt viele andere Betroffenen würden sich sehr darüber freuen. Gerne kannst Du in der unterstehenden Kommentarfunktion Deinen wertvollen Beitrag hinterlassen.

Deine Ramona Kramp zur Kontaktaufnahme per Klick

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Ramona KrampRamona Kramp Authentizität- Impuls + Lösung Coach
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Mein Slogan: Lebe authentisch und Du fühlst Dich innerlich frei - Konzentriere Dich auf das Wesentliche!" 
Die meisten Menschen machen sich nicht klar, dass sie alles, was sie brauchen um in ihre Kraft zu kommen, bereits in sich tragen. Coaching ist schlicht und ergreifend dazu da, dieses Potential, diese Ressourcen nutzbar zu machen. Ob dies mit einem externen Coach geschieht oder ob Sie selbst das in die Hand nehmen, wichtig ist, dass Sie beginnen.

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