Tagesimpuls – Achtsamkeit und Vergänglichkeit

Übung für den Alltag

Wenn Sie heute in  ein Café gehen oder in der Mittagspause auf einer Bank sitzen, können Sie die Zeit gleich zum Beobachten und Nachspüren nutzen. Für die vorgeschlagene Übung benötigen Sie fünf bis zehn Minuten möglichst ungestört.

Mit Achtsamkeit sich der Vergänglichkeit bewusst sein

Nichts ist beständig. Alles hat seine Zeit. Vieles braucht unseren Einsatz, damit es uns noch eine Weile erhalten bleibt, sei es Ihre Arbeit, Ihr Auto oder Ihre Beziehung, die ohne Wertschätzung und Pflege auseinander bricht. Aber was Sie auch immer investieren, irgendwann werden Sie in Rente gehen, wird ihr Auto auf dem Schrottplatz landen und Ihre Beziehung enden – und sei es durch den Tod.

Wenn uns bewusst ist, dass alles vergänglich und endlich ist, schätzen wir einerseits das, was wir haben, viel mehr. So kann es uns immer öfter gelingen im Hier und Jetzt den Augenblick ohne Wenn und Aber zu genießen.

Mit Achtsamkeit kultivieren wir mit unserem Bewusstsein weiter unsere innere Haltung des Loslassen, der Offenheit, des Fließenlassen aller Phänomenen. Heute machen wir uns die Vergänglichkeit vertraut, indem wir beobachten und nachspüren.

Die Achtsamkeit und das Bewusstsein zur Vergänglichkeit trainieren

Auf eine Bank setzen oder im Café an eine belebte Straße. Beobachten Sie, wie der Verkehr an Ihnen vorbeifließt, Menschen an Ihnen vorbeilaufen, Geräusche kommen und gehen, sich vielleicht sogar das Wetter verändert.

Seitdem Sie Platz genommen haben, sind unzählige Situationen aufgetaucht und wieder vergangen. Autos in unterschiedlichsten Farben und Formen sind an Ihnen vorbeigefahren. Hier können Sie gut beobachten: Geht das eine, entsteht wieder Platz fürs nächste. Wenn das nicht klappt, kommt es schnell zu einem Stau. Beobachten Sie diese Phänomene der offensichtlichen fließenden Vergänglichkeit.

Bemerken Sie, ob Sie irgendwo mit Ihrer Aufmerksamkeit hängen bleiben. Vielleicht weil Ihnen ein Auto oder die Farbe eines Kleides gefällt. Dieses hängen bleiben bewusst machen und sofort loslassen. Die Aufmerksamkeit abziehen und sich wieder dem Gesamtgeschehen zuwenden.

In dieser Übung solange bleiben, wie es sich natürlich und entspannt anfühlt. Vielleicht gelingt es Ihnen den Eindruck mit nach Hause zu nehmen und den Menschen, Situationen und Gegenständen in Ihrem Alltag in den nächsten Tagen im Wissen der Vergänglichkeit zu begegnen. Je weniger Sie mit Anhaftung oder Ablehnung reagieren, umso weniger schmerzt es sie.

Ramona Profil neu Hannah Reimer - 1 (1)Deine Ramona Kramp
Coach, Training, Meditation und tibetisches Yoga

eMail: austausch@saraha-social-web.net

Workshops „Mut zum Glücklich sein sowie Berufung – Einkommen – Selbstwert“ im Einsatz mit Meditation und dem tibetischen Yoga